Kompositionsprojekt
Hildesheimer Dommusik & Kantorat an der Klosterkirche Barsinghausen
Hildesheimer Dommusik & Kantorat an der Klosterkirche Barsinghausen
Videodokumentation: Gerald Pursche
Projekt: metamorphosis:gregoriana 2025
Projekt: metamorphosis:gregoriana 2025
Projekt Rückschau
Foto: Nils Ole Peters
Projekt: metamorphosis:gregoriana 2025
Projekt: metamorphosis:gregoriana 2025
metamorphosis:gregoriana - Krieg und Frieden
Projekt mit Uraufführung im Kontext des gregorianischen Chorals.
Projekt mit Uraufführung im Kontext des gregorianischen Chorals.
Am 30. Mai (21 Uhr) und am 15. Juni (20 Uhr) fanden zwei Konzerte des Projektes „metamorphosis:gregoriana“ statt.
Beide führten „Vestigia Pacis“ von Ole Magers (*1997) für Schola, Kontrabass, Orgel und Live-Elektronik auf. Die Aufführung im Hildesheimer Dom war die Uraufführung des Stückes, welches für dieses gemeinsame Projekt komponiert wurde.
Beide führten „Vestigia Pacis“ von Ole Magers (*1997) für Schola, Kontrabass, Orgel und Live-Elektronik auf. Die Aufführung im Hildesheimer Dom war die Uraufführung des Stückes, welches für dieses gemeinsame Projekt komponiert wurde.
Die Entstehung des Projekts geht auf eine Initiative aus dem Jahr 2024 zurück. Bruder Nikolaus Nonn OSB von der Cella St. Benedikt Hannover hatte Ole Magers angesprochen, ob man ein gemeinsames Projekt realisieren wolle. Beide kannten sich bereits durch ihre Arbeit mit Gregorianik im Zusammenhang mit der Musikhochschule Hannover. Aus mehreren Gesprächen entwickelte sich die Idee, Gregorianik in einem neuen klanglichen Rahmen zu zeigen. Thomas Viezens (Hildesheimer Dommusik) wurde in die Planung einbezogen.
Die Idee von Magers basierte auf einem früheren Konzept: Bereits 2021 konzipierte er im Rahmen der Interregionale ein Eröffnungskonzert, das sich mit Permutationsprozessen von Klängen beschäftigte. Das Konzert stieß auf große Resonanz und gab den Impuls zu einer Weiterführung. metamorphosis:gregoriana greift dieses Konzept nun wieder auf – mit neuen musikalischen Mitteln.
Die Komposition „Vestigia Pacis“ arbeitet mit verschiedenen Friedensgesängen aus dem Repertoire des gregorianischen Chorals. In sieben Sätzen werden unterschiedliche Aspekte und Assoziationen im Kontext des Wortes „Frieden“ verarbeitet: Von Meditation über Unruhe und Konflikt bis hin zu einer Conclusio mit abschließenden Friedensbitten.
Musikalisch verarbeitet die Komposition die genutzten gregorianischen Choräle auf vielfältige Weise und nutzt dabei Elemente einer Klanginstalltion, Möglichkeiten zur Improvisation und auskomponierte Elemente. Klanglich werden klassische Kompositionsweisen mit musiktherapeutischen Methoden kombiniert - gerade durch die Live-Elektronik und einen Synthesizer entstehen neue Farben und Räume, die sich im Kirchenraum verteilen und diesen komplett einhüllen.
Magers beschreibt es so: „Das Zusammenwirken verschiedener Perspektiven – das gilt nicht nur für das Komponieren – kann zu spannenden und grenzen-überwindenden Möglichkeiten führen.“
In der parallel zum Projekt erstellen Videodokumentation spricht Magers von einer Zwischenwelt. Hier werden Beziehungen zwischen Elementen eröffnet und für die Menschen im Publikum erfahrbar gemacht. Dies kann auch als ein spiritueller Raum empfunden werden, der die Bitte nach Frieden ins Zentrum stellt und einen durch verschiedenene emotionale Zustände hindurchführt - mit einem hoffnungsvollen Abschluss.
Inzwischen fand ein Nachgespräch zwischen Nikolaus Nonn, Thomas Viezens und Ole Magers statt. Man sprach viel über das geschaffene Format, reflektierte die Aufführungen. Alle sind sich einig: „Wir wollen es nochmal auf die Bühne bringen und dies in neuen Kirchenräumen um diese Komposition, die eine bewegende neue Art von Kirchenmusik im Umgang mit dem gregorianischen Choral darstellt, noch mehr Menschen zugänglich zu machen.“
Bis zu den nächsten Aufführungen wird es noch eine Weile dauern, da die Vorbereitungen dieses Formates enorm sind, aber man darf sich auf eine Wiederholung freuen – bzw. auf eine Neuinterpretation – da diese Komposition in jedem Raum anders klingt und wirkt.
Die Komposition „Vestigia Pacis“ arbeitet mit verschiedenen Friedensgesängen aus dem Repertoire des gregorianischen Chorals. In sieben Sätzen werden unterschiedliche Aspekte und Assoziationen im Kontext des Wortes „Frieden“ verarbeitet: Von Meditation über Unruhe und Konflikt bis hin zu einer Conclusio mit abschließenden Friedensbitten.
Musikalisch verarbeitet die Komposition die genutzten gregorianischen Choräle auf vielfältige Weise und nutzt dabei Elemente einer Klanginstalltion, Möglichkeiten zur Improvisation und auskomponierte Elemente. Klanglich werden klassische Kompositionsweisen mit musiktherapeutischen Methoden kombiniert - gerade durch die Live-Elektronik und einen Synthesizer entstehen neue Farben und Räume, die sich im Kirchenraum verteilen und diesen komplett einhüllen.
Magers beschreibt es so: „Das Zusammenwirken verschiedener Perspektiven – das gilt nicht nur für das Komponieren – kann zu spannenden und grenzen-überwindenden Möglichkeiten führen.“
In der parallel zum Projekt erstellen Videodokumentation spricht Magers von einer Zwischenwelt. Hier werden Beziehungen zwischen Elementen eröffnet und für die Menschen im Publikum erfahrbar gemacht. Dies kann auch als ein spiritueller Raum empfunden werden, der die Bitte nach Frieden ins Zentrum stellt und einen durch verschiedenene emotionale Zustände hindurchführt - mit einem hoffnungsvollen Abschluss.
Inzwischen fand ein Nachgespräch zwischen Nikolaus Nonn, Thomas Viezens und Ole Magers statt. Man sprach viel über das geschaffene Format, reflektierte die Aufführungen. Alle sind sich einig: „Wir wollen es nochmal auf die Bühne bringen und dies in neuen Kirchenräumen um diese Komposition, die eine bewegende neue Art von Kirchenmusik im Umgang mit dem gregorianischen Choral darstellt, noch mehr Menschen zugänglich zu machen.“
Bis zu den nächsten Aufführungen wird es noch eine Weile dauern, da die Vorbereitungen dieses Formates enorm sind, aber man darf sich auf eine Wiederholung freuen – bzw. auf eine Neuinterpretation – da diese Komposition in jedem Raum anders klingt und wirkt.
Für Ole Magers und Gerald Pursche, der zuständig für die Live-Elektronik war, zeigte sich, - die beiden haben ja bereits vor ca. 4 Jahren ein ähnliches Projekt mit einer anderen Komposition von Magers durchgeführt - dass dieses Format – also die Live-Elektronik im Zusammenspiel mit klassischen Elementen der Kirchenmusik - eine faszinierende und einnehmende Konstruktion ist, die die kirchenmusikalische Landschaft nachhaltig bereichern darf, denn sie schafft neuartige, berührende Klangräume, die auffangen und guttuen können – gerade im Kontext gesellschaftlicher Themen.
Ole Magers im Nachgang: „Vielen Dank – nicht nur für das gemeinsame Musizieren, sondern auch für das Vertrauen in das Konzept, die offenen Gespräche, das Zuhören und sich auf neues Einlassen. Nicht die Komposition an sich hat dieses Projekt so gelingen lassen, sondern das Miteinander der Menschen, die daran mitgewirkt haben – das ist ein Ausdruck von Frieden. Danke!“
Ole Magers im Nachgang: „Vielen Dank – nicht nur für das gemeinsame Musizieren, sondern auch für das Vertrauen in das Konzept, die offenen Gespräche, das Zuhören und sich auf neues Einlassen. Nicht die Komposition an sich hat dieses Projekt so gelingen lassen, sondern das Miteinander der Menschen, die daran mitgewirkt haben – das ist ein Ausdruck von Frieden. Danke!“
Vielen Dank an alle Mitwirkenden