Begegnungen - Einblicke - Vernetzung
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Rückblicke: Begegnungen und Konzerte
Foto: Nils Ole Peters
Projekt: Adventliches Benefizkonzert 2024
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Adventliche Benefizkonzerte | Messiaskammerchor & aisthesis
In der Adventszeit möchten wir als Kulturschaffende etwas weitergeben. Mit den adventlichen Benefizkonzerten verbinden wir musikalische Erlebnisse mit gelebter Mitmenschlichkeit: Jedes Konzert ist einer Organisation gewidmet, die sich für andere Menschen engagiert.
Dabei geht es nicht nur um das Sammeln von Spenden. Wir möchten den Konzertgästen auch einen Einblick in die wertvolle Arbeit der jeweiligen Organisation geben und so Aufmerksamkeit für ihr Engagement schaffen.
Ein besonderes Prinzip begleitet unsere Konzerte: die Förderkette. Jede unterstützte Organisation schlägt die nächste vor – unabhängig von eigenen Verbindungen, aber stets getragen von humanistischen und sozialen Werten. So entsteht ein Netzwerk des Weitergebens, das über das einzelne Konzert hinauswirkt.
Musikalisch erwartet das Publikum ein stimmungsvolles Programm mit bekannten Werken der Adventszeit, dargeboten von Solistinnen und Solisten, Chor und Orchester. Durch diese vertraute und geschätzte Literatur schaffen wir eine einladende Atmosphäre – und eine verlässliche Grundlage für wirksame Unterstützung.
Gemeinsam möchten wir die Adventszeit nutzen, um Freude zu schenken, Menschen zu verbinden und konkrete Hilfe zu ermöglichen.
Samstag, 30. November 2024 | Auferstehungskirche Hannover
1. Adventliches Benefizkonzert
Weihnachtsoratorium - J.S. Bach
1. Adventliches Benefizkonzert
Weihnachtsoratorium - J.S. Bach
Für "Verein für krebskranke Kinder Hannover e.V."
Spendensumme: 3.400,- €
Fotos: Nils Ole Peters
Projekt: Adventliches Benefizkonzert 2024
Projekt: Adventliches Benefizkonzert 2024
Aus dem Interview:
Wie unterstützt der Verein die betroffenen Kinder und ihre Familien ganz konkret?
Der Verein für Krebskranke Kinder Hannover e. V. unterstützt die erkrankten Kinder und Familien in vielerlei Hinsicht. Wir haben diverse Projekte, die den Kindern Unterhaltung und Ablenkung bieten. Unser Sportprojekt ist ein besonderes Highlight. Die Kinder und Jugendlichen haben die Möglichkeit in gemäßigtem Rahmen sich sportlich zu betätigen. Eigens dafür finanzierte Sporttherapeuten trainieren mit den Kindern im altersentsprechend eingerichteten Fitnessraum oder auf dem Zimmer. Es verleiht ihnen das Gefühl einer gewissen Normalität. Ein Künstler ist mehrmals die Woche auf den Stationen 64 und 62 anzutreffen. Da nicht alle Familien aus der Region Hannover kommen, ermöglichen wir den Eltern eine kostenlose Unterbringung in den von uns von der MHH angemieteten Wohnungen und Appartements. Die Nähe der Eltern ist während der Intensivtherapie unbedingt nötig. Einige Familien geraten nicht selten in eine wirtschaftliche Schieflage, weil plötzlich ein Verdiener wegfällt. Auch da helfen wir ganz unbürokratisch.
Welche besonderen Herausforderungen ergeben sich bei der Arbeit mit den Kindern und ihren Familien?
Es ist immer wieder eine Herausforderung und besondere Situation, wenn neue Familien auf der Station ankommen. Sie befinden sich im Ausnahmezustand und in einer schweren Lebenskrise. Das normale Familiengefüge ist von jetzt auf gleich aus den Fugen geraten. Der Anteil an Familien mit Migrationshintergrund sind nicht selten, aber aufgrund einer anderen Lebenskultur besonders. Ganz abgesehen von den sprachlichen Barrieren.
Könnten Sie mir erzählen, wie ein „typischer“ Tag im Verein aussieht, falls es so etwas überhaupt gibt?
Einen typischen Alltag auf Station gibt es eigentlich nicht. Wir sind ein ehrenamtlich agierender Vorstand, d. h., wir sind allesamt hauptberuflich anderweitig unterwegs.
Regelmäßig findet am Mittwochmorgen unser Frühstück für Eltern und Kinder statt, das von einem Vorstandsmitglied ausgerichtet wird. Das ist auch der zeitliche Rahmen, in dem neue Familien eingeführt werden und wir den Erstkontakt haben. Ansonsten übergeben wir diese Familien an die leitenden Personen unserer zahlreichen Projekte, mit denen wir im engen Kontakt stehen.
Inwieweit ist der Verein auf ehrenamtliche Arbeit angewiesen und wie können Menschen, die helfen wollen, sich engagieren?
Wir bekommen häufig Anfragen von Personen, die unsere Arbeit auf der Station begleiten möchten. Allerdings befinden wir uns in einem äußerst sensiblen Bereich. Die erkrankten Kinder befinden sich in der Intensivtherapie und somit in einem sehr infektionsanfälligen Stadium. Seitens der Station ist nur ein begrenzter und vertrauter Personenkreis zugelassen. Uns ist damit gedient, dass unsere Arbeit wahrgenommen und diese nach außen getragen wird. Das Einwerben von Spenden ist für unsere Arbeit wichtig. Wir haben einige Beispiele dafür, dass in Eigeninitiative z. B. ein Basar zu Gunsten des Vereins veranstaltet wird. Oder wie wir es jetzt erleben, dass ein Benefizkonzert stattfinden soll.
Wie gehen Sie und die anderen Mitarbeiter emotional mit diesen oft schwierigen Situationen um?
Es ist immer wieder schwierig mit den Schicksalen der einzelnen Familien umzugehen. Man steht z. B. fassungslos vor Diagnosen, die eigentlich im Erwachsenenalter erwartet werden und dann erkrankt ein 2-jähriges Kind an einem Glioblastom (Hirntumor). Doch die hohe Heilungsrate in vielen Bereichen stimmt uns positiv.
Was ist das Schönste an der Arbeit im Verein? Gibt es Momente, die Ihnen besonders viel Kraft geben?
Das alljährlich stattfindende Sommerfest ist für mich ein ganz besonderes Ereignis. Eingeladen sind alle Familien der vergangenen Jahre. Seltener sind Familien, die sich in der Intensivtherapie befinden dabei. Unglaublich, wie sich die Kinder entwickelt haben. Sie sind nicht wiederzuerkennen, weil nun wieder mit prächtigem Haarwuchs und einer großen Persönlichkeitsentwicklung versehen. Zum Glück sind die begleitenden Eltern eine Orientierungshilfe.
Gab es im Laufe der Jahre ein besonderes Erlebnis, das Sie nachhaltig beeindruckt oder geprägt hat?
Es gibt viele Erlebnisse, die mich beeindruckt haben. Aber besonders sind zwei Fälle, die im Frühkindesalter eine ganz schlechte Prognose hatten und heutzutage stehen diese Patienten im jungen Erwachsenenalter vor mir.
Welche Bedeutung hat ein Benefizkonzert wie dieses für den Verein?
Das Benefizkonzert hat für uns eine große Bedeutung-es werden Spenden zusammenkommen und vor allem erlangt der Verein eine gewisse Außenwirkung. Unsere Arbeit wird wahrgenommen und hoffentlich weitergetragen.
Danke an alle ehrenamtlichen Mitwirkenden:
Solo: Celina Sophie Ohlhof, Svenja Rissiek, Clemens Liese, Johannes Schwarz
Konzertmeisterin: Annette Grooß
2. Violine: Johannes Grützmacher
Viola: Katharina Wickmann
Violoncello: Andreas von Kessinger
Kontrabass: Carl-Markus Weitz
Flöte: Leonie Wulff, Lale Schenk
Oboe: Mareike Dose, Shih-Yu Huang
Fagott: Kilian Schroer
Trompete: Tom Schmeichel, Fabian Hiemsch, Friederike Bittner
Pauke: Daniel Lübbert
Continuo: Brian Radins
2. Violine: Johannes Grützmacher
Viola: Katharina Wickmann
Violoncello: Andreas von Kessinger
Kontrabass: Carl-Markus Weitz
Flöte: Leonie Wulff, Lale Schenk
Oboe: Mareike Dose, Shih-Yu Huang
Fagott: Kilian Schroer
Trompete: Tom Schmeichel, Fabian Hiemsch, Friederike Bittner
Pauke: Daniel Lübbert
Continuo: Brian Radins
Messiaskammerchor Hannover & Projektchor
Musikalische Leitung: Ole Magers
Musikalische Leitung: Ole Magers
Samstag, 29. November 2025 | Auferstehungskirche Hannover
2. Adventliches Benefizkonzert
Messiah - G.F. Händel
2. Adventliches Benefizkonzert
Messiah - G.F. Händel
Für "Fuchsbau - Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche e.V."
Spendensumme: 2.530,- €
Fotos: Nils Ole Peters
Projekt: Adventliches Benefizkonzert 2025
Projekt: Adventliches Benefizkonzert 2025
Aus dem Interview:
Wie unterstützt der Verein die betroffenen Kinder und ihre Familien ganz konkret?
Wir bieten Einzelbegleitung für Kinder, aber auch Gruppenangebote an, in denen Kinder mit anderen Kindern, die ein ähnliches Schicksal teilen, gemeinschaftlich ihrer Trauer begegnen können. Am Anfang steht immer ein Beratungsgespräch für die Erziehungsberechtigten.
Könnten Sie mir erzählen, wie ein „typischer“ Tag im Verein aussieht, falls es so etwas überhaupt gibt?
Jeder Tag im Fuchsbau ist anders, so anders – wie die Menschen und ihre Schicksale und Bedürfnisse sind. Vormittags findet eher Organisation, Planung und Beratung statt, Dienstag, Donnerstag und Freitagnachmittag finden dann unsere Trauergruppen im 14tägigen Wechsel statt.
Inwieweit ist der Verein auf ehrenamtliche Arbeit angewiesen und wie können Menschen, die helfen wollen, sich engagieren?
Unser Verein lebt von und durch unsere Ehrenamtlichen; Herzensmenschen, die bereit sind, ihre Zeit trauernden Kindern und ihren Familien zu schenken und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Wer reinschnuppern möchte, kann gerne auf unsere Internetseite mal stöbern und sich über das dortige Kontaktformular melden (www. Trauerfuchsbau.de)
Wie gehen Sie und die anderen Mitarbeitenden emotional mit diesen oft schwierigen Situationen um?
Durch gegenseitigen Austausch und Unterstützung – zwischen den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Es gibt einmal monatlich eine Supervision für unsere Ehrenamtlichen.
Was ist das Schönste an der Arbeit im Verein? Gibt es Momente, die Ihnen besonders viel Kraft geben?
Das schöne und besondere ist die Arbeit mit diesen Kindern und Jugendlichen. Trauern ist ein natürlicher Prozess, um den Verlust des Herzensmenschen in das eigene Leben zu integrieren. Kinder- und Jugendliche dabei begleiten zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes und sehr Wertvolles. Unsre Ehrenamtlichen spiegeln oft zurück, dass sie selbst durch die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen ganz viel Lebensenergie für sich selbst erhalten.
Welche Bedeutung hat ein Benefizkonzert wie dieses für den Verein?
Unser Verein ist rein spendenfinanziert, daher sind wir sehr dankbar für Aktionen wie diese, denn ohne die finanzielle Unterstützung können wir den Kindern und ihren Familien in dieser schwierigen Lebenssituation nicht begleiten. Zudem ist dies auch immer eine gute Möglichkeit für unseren Verein, uns in unserer Arbeit vorstellen zu können.
Was denken Sie hat Musik für eine Bedeutung für die Kinder und die Familien?
Musik kommt ohne eigene Worte aus – und es gibt Situationen im Leben, für die es kaum eigene Worte gibt. Musik geht intuitiv auf die Gefühlsebene und Trauer ist Gefühlsarbeit – beides kann Hand in Hand gehen.
Was möchten Sie den Menschen sagen, die das Konzert besuchen oder die überlegen zu spenden?
Einfach nur DANKE – schön, dass es sie/Sie gibt.
Danke an alle ehrenamtlichen Mitwirkenden:
Sopran: Celina Sophie Ohlhof
Alt: Svenja Rissiek
Tenor: Clemens Liese
Bass: Johannes Schwarz
Alt: Svenja Rissiek
Tenor: Clemens Liese
Bass: Johannes Schwarz
Oboe: Shih-Yu Huang, Jason Gielow
Fagott: Kilian Schröer
Trompete: Katja Lasser, Elia Pfuhl
Fagott: Kilian Schröer
Trompete: Katja Lasser, Elia Pfuhl
Violine: Camillo Tejan Anton Seelhorst (Konzertmeister)
Lily Velten, Timo Schlemm
Bratsche: Quinn Linus Pallasch
Cello: Sabine Lauer
Kontrabass: Carl-Marcus Weitz
Continuo: Prof. Castor Landvogt
Lily Velten, Timo Schlemm
Bratsche: Quinn Linus Pallasch
Cello: Sabine Lauer
Kontrabass: Carl-Marcus Weitz
Continuo: Prof. Castor Landvogt
Messiaskammerchor & Projektchor
Musikalische Leitung: Ole Magers
Musikalische Leitung: Ole Magers