Zwei Musiktheaterkonzerte zur Schöpfung (J. Haydn) mit Bezug zur Klimakrise
Kantorat an der Klosterkirche Barsinghausen
Kantorat an der Klosterkirche Barsinghausen
2025 | 1. November & 14. Dezember Klosterkirche Barsinghausen
Fotodokumentation: Nils Ole Peters
Projekt: perspektiven:schöpfung 2025
Projekt: perspektiven:schöpfung 2025
Projekt Rückschau
perspektiven:schöpfung
Konzertreihe zur Schöpfung von J. Haydn
Konzertreihe zur Schöpfung von J. Haydn
Zwei Konzerte mit Schauspiel verbinden die Musik des Oratoriums mit gesellschaftlichem Kontext und einem generationsübergreifenden Gedanken.
Mit der Konzertreihe perspektiven:schöpfung wurde ein Format realisiert, das bewusst über die reine Aufführung eines bekannten Werkes hinausging. Die Musik von Joseph Haydn bildete den gemeinsamen Bezugspunkt, wurde jedoch in zwei unterschiedlichen Kontexten präsentiert und weitergedacht. Dabei standen kirchlich geprägte Musiktraditionen im Dialog mit heutigen Fragestellungen, unterschiedlichen Generationen und ergänzenden künstlerischen Ausdrucksformen. Das Projekt verstand sich nicht als Experiment um seiner selbst willen, sondern als sorgfältig konzipierte Nachbesinnung auf die Wirkung geistlicher Musik im heutigen kulturellen Raum.
Die Reihe perspektiven:schöpfung umfasste zwei Konzerte in der Klosterkirche Barsinghausen, die inhaltlich miteinander verbunden waren und dennoch jeweils eine eigene Perspektive eröffneten. Ausgangspunkt war Joseph Haydns Oratorium Die Schöpfung, ein Werk, das tief in der kirchlichen Musiktradition verankert ist. Beide Konzerte griffen diese Qualitäten auf, verzichteten jedoch bewusst auf eine vollständige Wiedergabe zugunsten ausgewählter Ausschnitte, die in neue dramaturgische Zusammenhänge gestellt wurden.
Das erste Konzert mit dem Titel „Inszenierung der Schöpfung“ fand am 1. November 2025 um 17 Uhr statt und setzte einen deutlichen Schwerpunkt auf die Beteiligung junger Menschen. Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie ihre Teamer wirkten aktiv an der Gestaltung mit. Grundlage war der Schöpfungsbericht im originalen Wortlaut der Lutherbibel 2017, der nicht frontal vorgetragen, sondern räumlich inszeniert wurde. Die Jugendlichen verteilten sich in verschiedenen Gruppen im Kirchenraum, traten teilweise einzeln auf und nutzten so bewusst die Architektur der Klosterkirche als erzählerisches Mittel. Dadurch entstand ein Raumeffekt, der den bekannten Text neu erfahrbar machte.
Bereits beim Betreten der Kirche wurde deutlich, dass hier ein erweitertes Musikformat zur Anwendung kam. Ein großes, von der Künstlerin Kristina Henze zur Verfügung gestelltes Tuch, das Wasser symbolisierte, war über die Empore gegenüber dem Haupteingang gespannt und prägte den ersten Eindruck. Ergänzt wurde die visuelle Gestaltung durch weitere Farbakzente. Auch die auditive Ebene wurde erweitert: Über Lautsprecher eingespieltes, leises Vogelgezwitscher empfing die Besucherinnen und Besucher. Die vertraute Klosterkirche verwandelte sich so in eine „paradiesische Metapher“, ohne ihre sakrale Grundatmosphäre zu verlieren.
Zwischen die gesprochenen Verse der Jugendlichen wurden Auszüge aus Haydns Schöpfung gesetzt, musiziert von der Stadtkantorei und dem Projektchor Barsinghausen sowie den Solistinnen und Solisten Celina Sophie Ohlhof (Sopran), Johannes Backhaus (Tenor) und Simon Wittkowsky (Bass), begleitet von Kristina Gaar am Klavier. Die musikalische Leitung und das Gesamtkonzept lagen bei Ole Magers, die Einstudierung der Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie die theatrale Leitung bei Uta Junginger. Musik und Sprache traten in einen gleichwertigen Dialog, wodurch weder der Text noch die Musik als bloße Illustration fungierten. Vielmehr entstand eine Symbiose, die dem Werk Raum zur Entfaltung ließ und zugleich neue Zugänge eröffnete.
Ein zentrales Merkmal dieses Konzerts war der generationsübergreifende Ansatz. Jugendliche und Erwachsene gestalteten gemeinsam ein musikalisch-theatrales Ereignis, das bewusst auf Austausch und gegenseitige Wahrnehmung setzte.
„Das Jugend-Theater-Konzert „perspektiven:schöpfung“ war eine super Möglichkeit, den Konfirmandinnen und Konfirmanden ein so bedeutendes Werk (wie „Die Schöpfung“ von J. Haydn) näher zu bringen und diese Art von Musik schmackhaft zu machen.
Durch das abwechslungsreiche Rezitieren der Schöpfungsgeschichte waren sie schließlich auch ein großer Bestandteil des Konzertes.“ (Simon Wittkowsky, Bass im 1. Konzert)
„Das Jugend-Theater-Konzert „perspektiven:schöpfung“ war eine super Möglichkeit, den Konfirmandinnen und Konfirmanden ein so bedeutendes Werk (wie „Die Schöpfung“ von J. Haydn) näher zu bringen und diese Art von Musik schmackhaft zu machen.
Durch das abwechslungsreiche Rezitieren der Schöpfungsgeschichte waren sie schließlich auch ein großer Bestandteil des Konzertes.“ (Simon Wittkowsky, Bass im 1. Konzert)
Diese Begegnung war nicht nur Teil der Aufführung, sondern auch Bestandteil der konzeptionellen Ausrichtung. Die Reflexion der unterschiedlichen Perspektiven – der Jugendlichen ebenso wie der Erwachsenen – wurde als wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung ähnlicher Formate verstanden. Das Konzert wirkte damit über den Aufführungsabend hinaus und setzte Impulse für zukünftige Projekte. Pastorin Uta Junginger betonte, wie sehr sie den Einsatz von Kantor Ole Magers schätze, der diese generationsübergreifenden Projekte initiiert. Das Schöpfungsprojekt war dabei nicht das erste Aufeinandertreffen der Jugendlichen und der Stadtkantorei – und es wird auch nicht das letzte sein. „Diese generationsübergreifende Arbeit ist gelebte Kirchenmusik – und gehört zu den Herzensprojekten unserer Gemeindearbeit“ (Pastorin Uta Junginger).
Das zweite Konzert der Reihe trug den Titel „Die Schöpfung (J. Haydn) – Konzert mit Schauspiel. Die Schöpfung im Kontext des Klimawandels“ und fand am 14. Dezember 2025 um 17 Uhr statt. Hier wurde der thematische Fokus erweitert und explizit in einen aktuellen gesellschaftlichen Diskurs eingebettet. Ausgehend von der Grundidee, dass sich Fragen nach dem Umgang mit der Welt aus dem Material des Oratoriums nahezu zwangsläufig ergeben, wurde Haydns Musik in Beziehung zum Thema Klimawandel gesetzt. Die Verherrlichung der Entstehung der Welt traf auf die Erkenntnis ihrer heutigen Bedrohung.
Auch in diesem Konzert erklangen ausgewählte Teile aus „Die Schöpfung“, interpretiert von der Stadtkantorei und dem Projektchor Barsinghausen, einem großen Projektorchester sowie den Solistinnen und Solisten Celina Sophie Ohlhof (Sopran), Christoph Rosenbaum (Tenor) und Lino Ackermann (Bass). Für das Orchester wurde die Klosterkirche baulich angepasst, was den hohen organisatorischen Aufwand dieses Abends unterstrich. Die musikalische Ebene wurde erneut durch eine zusätzliche Ausdrucksform ergänzt: Die Schauspielerin, Theologin und Sopranistin Carolin Jurkat gestaltete fünf Schauspiel-Intermezzi, deren Texte sie nach dem musikalisch-inhaltlichen Konzept von Ole Magers verfasste.
Auch in diesem Konzert erklangen ausgewählte Teile aus „Die Schöpfung“, interpretiert von der Stadtkantorei und dem Projektchor Barsinghausen, einem großen Projektorchester sowie den Solistinnen und Solisten Celina Sophie Ohlhof (Sopran), Christoph Rosenbaum (Tenor) und Lino Ackermann (Bass). Für das Orchester wurde die Klosterkirche baulich angepasst, was den hohen organisatorischen Aufwand dieses Abends unterstrich. Die musikalische Ebene wurde erneut durch eine zusätzliche Ausdrucksform ergänzt: Die Schauspielerin, Theologin und Sopranistin Carolin Jurkat gestaltete fünf Schauspiel-Intermezzi, deren Texte sie nach dem musikalisch-inhaltlichen Konzept von Ole Magers verfasste.
Diese Intermezzi unterbrachen bewusst den musikalischen Verlauf, kommentierten das Gehörte und veränderten jeweils die Atmosphäre im Raum. Sie orientierten sich an den fünf Phasen der Trauer nach Elisabeth Kübler-Ross und stellten so eine emotionale Verbindung zum Thema Klimawandel her. „Besonders die Intermezzi schaffen eine Diskussionsfläche, indem sie die ZuhörerInnen mit ihrem eigenen Handeln konfrontieren.“ (Vikarin Paula S. Winkel)
Der Ansatz machte deutlich, dass gesellschaftliche Debatten nicht nur rational, sondern auch emotional geführt werden und dass individuelle Zugänge sehr unterschiedlich sein können – gerade in der aktuellen Gesellschaft verankern sich teils starke individuelle Emotionen, wenn das Thema Klimawandel erwähnt wird – diesem sollte zum Teil nachgespürt werden. Die Trauerphasen dienten dabei außerdem als dramaturgischer Rahmen, der Struktur bot, ohne die Offenheit der Interpretation einzuschränken.
Neben Auszügen aus „Die Schöpfung“ erklangen auch Teile aus Haydns Sinfonie Nr. 6 und Sinfonie Nr. 45. Den Abschluss bildete die Uraufführung von Ole Magers’ Komposition „Trio per la Madre Terra“, die als emotional-spirituelles Schlussgebet angelegt war. Dieses neue Werk bündelte die zuvor entwickelten Gedanken und führte sie in eine persönliche, nach innen gerichtete Perspektive.
„Den Höhepunkt bildet das abschließende Stück, das Psalm 61 mit Matthäus 28,20 verbindet und so Zuversicht und Gottes Gegenwart selbst in der Verantwortung des Menschen musikalisch erfahrbar macht.“ (Vikarin Paula S. Winkel)
Am Ende stand die Akzeptanz als Haltung und eine Botschaft des Aufbruchs: ein Vertrauen auf Gott, verbunden mit der Verantwortung, sich neu und bewusst um die Umwelt zu kümmern.
„Den Höhepunkt bildet das abschließende Stück, das Psalm 61 mit Matthäus 28,20 verbindet und so Zuversicht und Gottes Gegenwart selbst in der Verantwortung des Menschen musikalisch erfahrbar macht.“ (Vikarin Paula S. Winkel)
Am Ende stand die Akzeptanz als Haltung und eine Botschaft des Aufbruchs: ein Vertrauen auf Gott, verbunden mit der Verantwortung, sich neu und bewusst um die Umwelt zu kümmern.
„Es war unglaublich berührend, was die Schauspielerin meisterhaft vorgetragen hat. Ich kann jeden Satz unterstützen! 50 Jahre im Naturschutz gearbeitet und dann auf diese Welt zu blicken, tut weh. Aber geweint habe ich, weil es so bewegend war.“ (Besucher des Konzertes)
„Ich hatte eine sehr große Freude, dieses Werk zu musizieren und es hat für mich mental vieles in Bewegung gesetzt. Insbesondere den Anspruch an mich, diese teilweise simplen Texte in ihrer Ganzheit erst mal zu durchblicken und das in Musik, aber auch in Aktion umzusetzen. Verwirrung weicht und Ordnung keimt empor. Manchmal kommt das unerwartet.“ (Lino Ackermann, Bass im 2. Konzert)
Beide Konzerte zeigten, wie kirchlich geprägte Musikformate durch konzeptionelle Klarheit, interdisziplinäre Ansätze und gezielte Auswahl der Mittel weiterentwickelt werden können. Der Verzicht auf Überfrachtung, die bewusste Begrenzung auf Auszüge und die klare dramaturgische Linie ermöglichten es, die Inhalte verständlich und zugänglich zu vermitteln. Gleichzeitig blieb der Respekt vor der musikalischen Tradition stets gewahrt.
„Ich hatte eine sehr große Freude, dieses Werk zu musizieren und es hat für mich mental vieles in Bewegung gesetzt. Insbesondere den Anspruch an mich, diese teilweise simplen Texte in ihrer Ganzheit erst mal zu durchblicken und das in Musik, aber auch in Aktion umzusetzen. Verwirrung weicht und Ordnung keimt empor. Manchmal kommt das unerwartet.“ (Lino Ackermann, Bass im 2. Konzert)
Beide Konzerte zeigten, wie kirchlich geprägte Musikformate durch konzeptionelle Klarheit, interdisziplinäre Ansätze und gezielte Auswahl der Mittel weiterentwickelt werden können. Der Verzicht auf Überfrachtung, die bewusste Begrenzung auf Auszüge und die klare dramaturgische Linie ermöglichten es, die Inhalte verständlich und zugänglich zu vermitteln. Gleichzeitig blieb der Respekt vor der musikalischen Tradition stets gewahrt.
Die Resonanz des Publikums und der Beteiligten bestätigte diesen Ansatz. perspektiven:schöpfung wurde als besonderes Projekt für die Kirchenmusik an der Klosterkirche Barsinghausen wahrgenommen, das sowohl musikalisch als auch inhaltlich überzeugte. Für eine Zielgruppe aus Senioren, Erwachsenen und Familien bot die Reihe Orientierung, Anknüpfungspunkte und Denkanstöße.
Vielen Dank an alle Mitwirkenden.
Persönliche Eindrücke der Mitwirkenden:
„Das erste Konzert am 01. November 2025 war vor allem durch die aktive Mitwirkung der jungen Konfirmandinnen und Konfirmanden eine außergewöhnliche Erfahrung für mich. Das gemeinsame Zusammenspiel von Schauspiel, Chorstücken und Arien auf der Bühne spiegelte ein zentrales Bild der Schöpfungsgeschichte wider: eine Welt, in der Mensch und Natur in harmonischem Zusammenhang stehen und das Miteinander im Fokus steht. Dies sind Werte, die angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen leider nicht mehr überall selbstverständlich sind – umso wichtiger ist es, diesen Entwicklungen bewusst entgegenzuwirken und sie in einen größeren Kontext zu stellen.
Genau hier knüpfte das zweite Konzert am 14. Dezember 2025 an und vertiefte diesen Gedanken weiter. Die Schöpfungsgeschichte wurde immer wieder durch szenische Elemente unterbrochen und kommentiert. Themen wie Naturkatastrophen, Erderwärmung und Zukunftsängste spannten dabei den Bogen zur Gegenwart und darüber hinaus. Zum Ende hin verließen nach und nach alle Orchestermusikerinnen und -musiker die Bühne, bis schließlich ein leerer Raum entstand. Die letzten Klänge des Abends erfüllten die Klosterkirche von der Empore aus. Das von Ole Magers komponierte Vokalstück „Trio per la Madre terra“ lud dazu ein, den Abend mit hoffnungsvoller Energie nachklingen zu lassen – zum Innehalten, Reflektieren oder einfach zum Genießen der Musik.“ (Celina Sophie Ohlhof, Sopranistin in beiden Konzerten)
Genau hier knüpfte das zweite Konzert am 14. Dezember 2025 an und vertiefte diesen Gedanken weiter. Die Schöpfungsgeschichte wurde immer wieder durch szenische Elemente unterbrochen und kommentiert. Themen wie Naturkatastrophen, Erderwärmung und Zukunftsängste spannten dabei den Bogen zur Gegenwart und darüber hinaus. Zum Ende hin verließen nach und nach alle Orchestermusikerinnen und -musiker die Bühne, bis schließlich ein leerer Raum entstand. Die letzten Klänge des Abends erfüllten die Klosterkirche von der Empore aus. Das von Ole Magers komponierte Vokalstück „Trio per la Madre terra“ lud dazu ein, den Abend mit hoffnungsvoller Energie nachklingen zu lassen – zum Innehalten, Reflektieren oder einfach zum Genießen der Musik.“ (Celina Sophie Ohlhof, Sopranistin in beiden Konzerten)
„Manchmal sagt ein Atemzug mehr als tausend Worte. Als im vierten Teil “Depression” ein Fazit aus einer Studie gezogen wurde, in der es darum ging, was getan werden muss, damit die Menschen die Konsequenzen des Klimawandels noch bewältigen können, war der Raum komplett gebannt.
Dann das Datum: 1972.
Ein schweres Atmen durchzog den Raum. Das war für mich als Darstellende ein sehr besonderer Moment, weil die ganze Schwere, die in diesem Fazit steckt, von mir als Darstellende als auch vom Publikum gefühlt wurde.“
(Carolin Jurkat, Schauspielerin im zweiten Konzert)
„Im 2. Konzert „perspektiven: schöpfung“ übernahm ich die Partie des Uriel. Das Programm verband das fesselnde Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn mit modernen Einschüben zum Thema Klimawandel – eine Kombination, die ich als besonders gelungen empfand. Die teils etwas altmodische Erzählweise des Originaltextes wurde durch gezielte Kürzungen sowie durch neue Texte und eingestreute sinfonische Passagen Haydns verjüngt und in einen zeitgemäßen Kontext gestellt.
Gerade dieser Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, eröffnete neue Perspektiven auf das Werk und ließ seine inhaltliche Aktualität deutlich hervortreten. Der dramatische Höhepunkt des Abends lag für mich im Schluss: während die Instrumentalist:innen nach und nach die Bühne verließen – in Anlehnung an Haydns Abschiedssinfonie – entstand eine eindringliche, fast meditative Atmosphäre.
Den Abschluss bildete ein neu komponiertes Werk von Ole Magers, „Trio Per la Terra Madre“ („für die Muttererde“), eine poetische und respektvolle Umschreibung für unseren Planeten. Dieses Stück, ausschließlich von den drei Gesangssolisten vorgetragen, verlieh dem Konzert einen stillen, nachdenklichen Ausklang und setzte ein eindrucksvolles Zeichen für die Verantwortung und Achtsamkeit gegenüber der Erde.“
(Christoph Rosenbaum, Tenor im 2. Konzert)
Gerade dieser Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, eröffnete neue Perspektiven auf das Werk und ließ seine inhaltliche Aktualität deutlich hervortreten. Der dramatische Höhepunkt des Abends lag für mich im Schluss: während die Instrumentalist:innen nach und nach die Bühne verließen – in Anlehnung an Haydns Abschiedssinfonie – entstand eine eindringliche, fast meditative Atmosphäre.
Den Abschluss bildete ein neu komponiertes Werk von Ole Magers, „Trio Per la Terra Madre“ („für die Muttererde“), eine poetische und respektvolle Umschreibung für unseren Planeten. Dieses Stück, ausschließlich von den drei Gesangssolisten vorgetragen, verlieh dem Konzert einen stillen, nachdenklichen Ausklang und setzte ein eindrucksvolles Zeichen für die Verantwortung und Achtsamkeit gegenüber der Erde.“
(Christoph Rosenbaum, Tenor im 2. Konzert)