Drei Konzerte zum Paulus Oratorium (F. Mendelssohn Bartholdy) mit Uraufführung
Messiaskammerchor Hannover
Messiaskammerchor Hannover
2025 | 7. September Michaeliskirche Ronnenberg, 20. September Margarethenkirche Gehrden & 21. September Gartenkirche Hannover
Fotodokumentation: Gerald Pursche
Projekt: perspektiven:paulus 2025
Projekt: perspektiven:paulus 2025
Projekt Rückschau
Perspektiven auf Mendelssohns Paulus – Drei Konzerte, drei Zugänge
Eine Konzertreihe verbindet klassische Tradition mit zeitgemäßer Vermittlung: „perspektiven:paulus“ zeigte im September 2025, wie geistliche Musik heute neu erlebbar gemacht werden kann.
Musikformate, die aus kirchlichen Traditionen erwachsen, prägen nicht nur unsere kulturelle Vergangenheit, sondern eröffnen auch im Heute vielfältige Begegnungen.
Mit der dreiteiligen Reihe „perspektiven:paulus“ stellten der Messiaskammerchor Hannover und die Margaretenkantorei Gehrden im September 2025 ein Projekt vor, das Mendelssohns Oratorium Paulus auf drei verschiedene Arten erschloss. Die Veranstaltungen verbanden Musikvermittlung, Aufführungspraxis und theologische Reflexion. Besonders bemerkenswert war, wie unterschiedliche Zielgruppen – Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien – auf Augenhöhe an klassische geistliche Musik herangeführt wurden.
Im Zentrum stand das Oratorium Paulus von Felix Mendelssohn Bartholdy, ein Werk, das selbst aus der kirchlichen Tradition des 19. Jahrhunderts heraus entwickelt wurde. Rund 100 Mitwirkende gestalteten die drei Veranstaltungen, getragen vom Messiaskammerchor Hannover unter der Leitung von Ole Magers, in Kooperation mit der Margaretenkantorei Gehrden unter der Leitung von Christian Windhorst und begleitet vom Orchester Opus 7.
Mit der dreiteiligen Reihe „perspektiven:paulus“ stellten der Messiaskammerchor Hannover und die Margaretenkantorei Gehrden im September 2025 ein Projekt vor, das Mendelssohns Oratorium Paulus auf drei verschiedene Arten erschloss. Die Veranstaltungen verbanden Musikvermittlung, Aufführungspraxis und theologische Reflexion. Besonders bemerkenswert war, wie unterschiedliche Zielgruppen – Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien – auf Augenhöhe an klassische geistliche Musik herangeführt wurden.
Im Zentrum stand das Oratorium Paulus von Felix Mendelssohn Bartholdy, ein Werk, das selbst aus der kirchlichen Tradition des 19. Jahrhunderts heraus entwickelt wurde. Rund 100 Mitwirkende gestalteten die drei Veranstaltungen, getragen vom Messiaskammerchor Hannover unter der Leitung von Ole Magers, in Kooperation mit der Margaretenkantorei Gehrden unter der Leitung von Christian Windhorst und begleitet vom Orchester Opus 7.
Das erste Konzert fand am Sonntag, den 7. September 2025 um 18:00 Uhr in der St. Michaelis Kirche Ronnenberg statt. Es war als musikvermittelndes und partizipatives Format angelegt: Kinder des Kinderchores Barsinghausen setzten Szenen aus dem Leben des Paulus theatralisch um. In diese Spielszenen wurden ausgewählte Stücke aus Mendelssohns Werk eingebettet. Unter der Leitung von Christian Windhorst und Ole Magers entstand so ein 50-minütiges Musiktheater, das beim Publikum – darunter Familien mit Kindern – auf positive Resonanz stieß. Hervorgehoben wurde die Wechselwirkung zwischen Schauspiel und Musik, die Kindern einen unmittelbaren Zugang zur geistlichen Musik eröffnete. Beeindruckend war dabei die Leistung der Kinder, die innerhalb kürzester Zeit das Stück lernten und in ihre Rollen schlüpften.
Das zweite Konzert präsentierte am Samstag, den 20. September 2025 um 18:00 Uhr in der Margarethenkirche Gehrden die vollständige Aufführung des Oratoriums Paulus in seiner klassischen Konzertfassung. Neben den beiden Chören und dem Orchester Opus 7 traten professionelle Solistinnen und Solisten auf. Auch die Kinder des ersten Konzertes waren eingeladen, um die geschlossene Werkform zu erleben. Das Publikum füllte die Kirche vollständig, und mit einer Dauer von rund 2 Stunden 30 Minuten wurde Mendelssohns Musik in ihrer ganzen Struktur erfahrbar. Der bewusste Kontrast zur szenischen Aufführung verdeutlichte die Spannbreite zwischen pädagogischem Zugang und traditioneller Aufführungspraxis.
„Es war ein ganz tolles Konzert! Echt großartig! Wir waren sehr froh
auch dabei gewesen zu sein.“ (Gast des Konzertes in Gehrden)
Neben vielen positiven Rückmeldungen wurde auch das Modell „Pay what you can“ gelobt. So war es vielen Personen möglich die Konzerte zu besuchen, die es sich bei höheren Ticketpreisen nicht hätten leisten können.
„Es war ein ganz tolles Konzert! Echt großartig! Wir waren sehr froh
auch dabei gewesen zu sein.“ (Gast des Konzertes in Gehrden)
Neben vielen positiven Rückmeldungen wurde auch das Modell „Pay what you can“ gelobt. So war es vielen Personen möglich die Konzerte zu besuchen, die es sich bei höheren Ticketpreisen nicht hätten leisten können.
Das dritte Konzert fand am Sonntag, den 21. September 2025 um 18:00 Uhr in der Gartenkirche Hannover statt und verband Musik, Theater und theologische Reflexion. Unter Mitwirkung der Schauspieler Dennis Pörtner und Grégoire Gros wurde die Figur des Paulus indirekt in Szenen dargestellt. Das Theaterstück eröffnete eine mögliche Situation in Galatien zur Zeit Paulus und erzählte von den Fragen und Gedanken einer Gemeinschaft, die sich dort gerade formierte und mehreren missionarischen Bestrebungen begegnete. Pastorin Heike Löhr stand beratend zur Seite. Ole Magers, der das Theaterstück verfasste, integrierte musikalische Teile aus Mendelssohns Paulus zwischen die Szenen. So entstand ein zweistündiges Musiktheater, das Konflikte, die Wandlung des Paulus und Glaubensfragen, die auch aus unserer Zeit stammen könnten, diskutierte. Das Bühnenbild war zwischen Chor und Orchester eingebettet, wodurch eine inhaltliche und visuelle Einheit entstand. Besonders gewürdigt wurde die Aktualität der Aufführung: Themen wie Glaube, Zweifel und die Frage nach Frieden bekamen im Jahr 2025 eine besondere Relevanz. Ole Magers fasste es so zusammen: „Angesichts der aktuellen Geschehnisse in der Welt war das dritte Konzert verschiedenartig konnotiert. Fragen nach dem eigenen Glauben zu stellen und über die Idee von Frieden zu debattieren, wecken sicher verschiedene Assoziationen. Für mich ein auch persönlich bewegender Konzertabend.“
Die Rückmeldungen von Publikum und Mitwirkenden betonten die Vielfalt und Schlüssigkeit der Reihe.
„Was für eine tolle Möglichkeit, den Glauben weiterzugeben! Das könnte
man doch auch bei anderen Oratorien machen.“ (Gast des Konzertes in der Gartenkirche)
Der künstlerische Ansatz, klassische Musikformate durch neue Formen der Vermittlung zu ergänzen, wurde als wertvoll empfunden. Ole Magers formulierte dazu: „Das ganze Projekt zeigte wie perspektivisch mit einem musikalischen Werk umgegangen werden kann.“
Besonders das dritte Konzert verdeutlichte das Potenzial solcher interdisziplinären Formate. Das Zusammenspiel von Chören, Solistinnen, Orchester und Schauspiel erwies sich als seltenes, aber wegweisendes Beispiel für heutige Kirchenmusik. Magers kündigte an, dass der Messiaskammerchor künftig noch stärker in diese Richtung arbeiten möchte.
Die Rückmeldungen von Publikum und Mitwirkenden betonten die Vielfalt und Schlüssigkeit der Reihe.
„Was für eine tolle Möglichkeit, den Glauben weiterzugeben! Das könnte
man doch auch bei anderen Oratorien machen.“ (Gast des Konzertes in der Gartenkirche)
Der künstlerische Ansatz, klassische Musikformate durch neue Formen der Vermittlung zu ergänzen, wurde als wertvoll empfunden. Ole Magers formulierte dazu: „Das ganze Projekt zeigte wie perspektivisch mit einem musikalischen Werk umgegangen werden kann.“
Besonders das dritte Konzert verdeutlichte das Potenzial solcher interdisziplinären Formate. Das Zusammenspiel von Chören, Solistinnen, Orchester und Schauspiel erwies sich als seltenes, aber wegweisendes Beispiel für heutige Kirchenmusik. Magers kündigte an, dass der Messiaskammerchor künftig noch stärker in diese Richtung arbeiten möchte.
Ein Ausblick wurde ebenfalls gegeben: Für das kommende Jahr ist eine Aufführung des Mozart-Requiems in Planung, gemeinsam mit dem Kammerchor der Barsinghäuser Camerata. Auch hier sollen poetische Texte und gesellschaftliche Bezüge den musikalischen Rahmen ergänzen – erste Vorbereitungen laufen bereits.
Die Konzertreihe „perspektiven:paulus“ zeigte im September 2025 eindrucksvoll, wie Tradition und Gegenwart in der Kirchenmusik verbunden werden können. Das Projekt war nicht nur ein musikalisches Erlebnis, sondern auch ein Modell für neue Wege der Vermittlung geistlicher Musik.
Die Konzertreihe „perspektiven:paulus“ zeigte im September 2025 eindrucksvoll, wie Tradition und Gegenwart in der Kirchenmusik verbunden werden können. Das Projekt war nicht nur ein musikalisches Erlebnis, sondern auch ein Modell für neue Wege der Vermittlung geistlicher Musik.
Vielen Dank an alle Mitwirkenden.